Optimus-Grafik mit Prime

Wer einen Laptop mit Optimus-Grafik hat – also eine Intel-Grafik, die den Bildschirm steuert und für alle “normalen” Darstellungsaufgaben zuständig ist und dazu eine Nvidia Grafik (ich habe z.B. die GeForce GTX 670 M), die für schnelle 3D-Anwendungen und Spiele zuständig ist – hat(te) unter Linux oft Probleme. Meist läuft nur die Intel-Grafik und der Nvidia-Teil ist nicht ansprechbar.

Zwischenzeitlich steht aber mit DRI_PRIME eine Methode zur Verfügung, die es ermöglicht diese sogeannten Hybrid-Grafiken als schnelle OpenGL-Renderer zu nutzen. Um dies zu nutzen wie folgt vorgehen:

$xrandr --listproviders

die Ausgabe sollte dann etwa wie folgt aussehen

Providers: number : 3
Provider 0: id: 0x8b cap: 0xb, Source Output, Sink Output, Sink Offload crtcs: 4 outputs: 5 associated providers: 2 name:Intel
Provider 1: id: 0x62 cap: 0x7, Source Output, Sink Output, Source Offload crtcs: 2 outputs: 1 associated providers: 2 name:nouveau
Provider 2: id: 0x62 cap: 0x7, Source Output, Sink Output, Source Offload crtcs: 2 outputs: 1 associated providers: 2 name:nouveau

Danach folgenden Befehl eingeben:

xrandr --setprovideroffloadsink nouveau Intel

Zur Überprüfung, ob alles geklappt hat, folgenden Befehl eingeben:

$ DRI_PRIME=1 glxinfo | grep "OpenGL renderer"

Es sollte dann folgende Ausgabe erscheinen

OpenGL renderer string: Gallium 0.4 on NVCE

Programme, die die Nvidia-Grafik nutzen sollen, können nun durch Voranstellen von DRI_PRIME=1 gestartet werden, z.B.

DRI_PRIME=1 glxgears
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